Ute, Henning und Elvis on Tour
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08.6.2011 Kapan -> Sevan (Armenien)

Wir verbrachten eine wunderbare erholsame Nacht im Hotel Caravan und frühstückten am nächsten Morgen bei Sonnenschein im Freien- ganz alleine -es waren nur noch der Portier und der Kellner da, der uns das Frühstück servierte. Und die 2 weißen großen Hütehunde, ganz verschmuste Gesellen, die nicht mehr von uns wichen... Wir bezahlten mit den letzten Drams, die wir noch hatten und - einem 5 USD-Schein -unser Frühstück und fuhren weiter...

Im nächsten Ort Kapan gab es gleich einen EXchange, der uns sehr gelegen kam. Wir kauften frisches Brot und rote Kirschen bei einer sehr herzlichen Gemüsefrau samt Tochter und Enkelsohn und es ging weiter Richtung Goris. Beim Aussteigenwollen, um einen hohen schneebedeckten Berg zu fotografieren, stellte ich fest, daß sich meine Tür nicht mehr von innen öffnen läßt... ab jetzt wird mir galant die Tür geöffnet, manchmal nach Elvis, doch meistens vor ihm... Wir kamen bei Gorhayk an einem idyllisch gelegenen See vorbei, umringt von saftig-grünen Wiesen auf einem Hügel standen alte Gräber auf den See herabschauend... überhaupt ist die Landschaft hier total anders als im Iran, hier ist alles grün, auch über 2000m Höhe, oft mit bunten Blumen, dahinter ein schneebedeckter Berg - im Sonnen- schein, die Leute verkaufen Hand- bis Kindskopf große Champignons am Straßenrand. In Shatin wollten wir mehrere Sehenswürdigkeiten anschauen, doch wegen eines Erdrutschs war das nicht mehr möglich.


Blick von unserem Hotel in Armenien


Hotel und Restaurant


Freundliche Marktfrau in Kapan


Blick auf 2-farbigen Stausee


Bergspitze oberhalb der Wolken


Pass - Monument aus russischer Zeit


Wir auf der Seidenstrasse


Neue Kirche am Wegesrand


Selim Caravanserei aus 13JH.


Eingang


Innenleben


St. Gregorius Kapelle am Sevan-See







Gegen 16.00 Uhr besichtigten wir eine alte Caravanserei aus dem 13.Jhd.(Selim C.) auf der "SILK ROAD", diese war 3-flüglig zerstört und renoviert, und dennoch erkennbar, daß sehr alt. Im Innern bin ich im fast im Dunkeln auf den großen Stein- blöcken weggerutscht, es ist feucht, in der Decke sind kleine Lichtöffnungen, sehr beeindruckend, daß hier Menschen und Tiere untergebracht waren und verpflegt wurden... und einige Serpentinen weiter - die Paßhöhe mit 2410 m. Nach einer Hochebene mit wieder saftigen Wiesen und vielen wilden Bachläufen sahen wir hinunter zum Sevan-See und fuhren bei Martuni nach links in Richtung Sevan. Es regnete wieder. Uns fiel auf, daß die kleinen Orte nicht am See lagen, sondern meist auf einer Anhöhe oder am Fuße des nächsten Berges (wegen Hochwasser?).

Wir besuchten die St.Gregorius-Kapelle in Noratus, eine alte armenische kl. Kirche aus dem 13.Jhd., am Aufgang 2 große alte Grabsteine mit armenischer Schrift, sehr schön über dem See gelegen, innen sehr große wuchtige Steine als Boden, habe zu den noch glimmenden Kerzenresten eine neue Kerze angezündet, und der Sturm rüttelte am kleinen Glasdach der Kuppel, es gab keine Kirchentüre - ein wahrlich offenes Gotteshaus... Wind und Regen wurden immer heftiger, der See ganz aufgewühlt, es wurde Zeit ein Hotel zu finden... In Sevan fanden wir ein Hotel vor der Stadt, prädestiniert auf einem Hügel gelegen, an der Schnell- straße Richtung Dilijan. Leider war der Eindruck von außen besser als innen. Wir fuhren noch in die vergraute Innenstadt (Erbe aus sozialist. Zeit unverkennbar), da es im Hotel kein Restaurant gab. Ein älterer Herr im grauen Anzug brachte uns zu einem Restaurant, das wir nie als solches erkannt hätten. Quel surprise! Hier speist jede Familie o.ä. in einem separaten Raum - an einem schönen Holztisch mit zueinander passendem Geschirr und schönen Gläsern: es gab Tomaten- und Gurkensalat, würzigen Käse und frische Kräuter als Bündel auf einem extra Teller (die Kräuter, die die Frauen zuvor hochoben auf den grünen Wiesen gepflückt hatten!) Es gab dann Adana-Kebab, eine Art gegrilltes Hackfleisch in der Länge einer Wurst und für Henning zum Trinken eine Limonade: Estragon=Waldmeisterlimonade! und für mich ein Sprite. Es schmeckte alles sehr gut und Lucinde bediente uns sehr nett!! Dann sind wir zurück zum Hotel gefahren.


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Henning Gamlich
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